Wichtiger Hinweis: Nicht vergessen: Weihnachten steht vor der Tür!
Kinder und Jugendliche haben das Recht, in allen sie betreffenden Angelegenheiten mitzubestimmen. Dieses Recht ist in der UN-Kinderrechtskonvention fest verankert – und gilt ausdrücklich auch für die Gestaltung des öffentlichen Raums.
Denn: Orte wie Spielplätze, Parks, Straßen oder Jugendorte werden von jungen Menschen täglich genutzt. Ihre Perspektiven, Ideen und Bedürfnisse sind daher ein wichtiger Bestandteil von Planungsprozessen. Auch gesetzlich ist ihre Beteiligung vorgesehen, unter anderem im Baugesetzbuch.
In Pankow werden Kinder und Jugendliche deshalb regelmäßig in Stadtplanungsprozesse einbezogen – beispielsweise durch das Straßen- und Grünflächenamt oder das Stadtentwicklungsamt. Diese Ämter melden sich entweder bei uns oder laden direkt Kinder und Jugendliche ein.
Beteiligung findet dabei in unterschiedlichen Formaten statt, etwa durch Workshops, Online- Befragungen oder Vor-Ort-Begehungen.
Besonders häufig werden junge Menschen beteiligt bei:
Als Kinder- und Jugendbüro Pankow begleiten und unterstützen wir diese Beteiligungsprozesse. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stimmen junger Menschen gehört und ihre Ideen ernst genommen werden. Wir und auch der Bezirksschüler*innenausschuss Pankow sind auch in der Spielplatzkommission Pankow vertreten, um dort die Sichtweisen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten.
In Pankow setzen wir uns für die Stärkung und den Ausbau von Jugendorten ein.
Laut unserem Verständnis sind Jugendorte Orte im öffentlichen Raum, an denen sich junge Menschen zwischen etwa 14 und 21 Jahren aufhalten. Die Orte sind unter Beteiligung oder Selbstaneignung junger Menschen erschlossen und erkundet. Um eine zielgruppengerechte und bedarfsorientierte Planung zu gewährleisten, ist es Aufgabe von Verwaltung und Politik, eine Beteiligung bei Verfahren und Maßnahmen durchzuführen. Jugendorte im öffentlichen Raum sind keine pädagogisch betreuten Plätze und auch keine Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen.
Jugendorte sollen frei zugänglich und kostenfrei sowie ausschließlich für Freizeitbetätigungen sein.
Sie zeichnen sich durch eine attraktive Gestaltung und zielgruppengerechte Planung aus.
2023 haben Mitarbeitende von Outreach gGmbH und Gangway e.V. junge Menschen befragt, wie sie sich Orte im öffentlichen Raum wünschen. Die Befragung wurde berlinweit durchgeführt. Die Ergebnisse der Befragung sind hier zu finden: https://outreach.berlin/wp-content/uploads/sites/5/2024/03/Broschuere_Jugendorte.2023.pdf
Folgende (Ausstattungs-)Merkmale kennzeichnen danach idealerweise Jugendorte:
Gemeinsam mit Jugendlichen arbeitet das Kinder- und Jugendbüro Pankow aktuell an der Gestaltung eines ersten Jugendorteschildes für den Bezirk. In Kooperation mit Gangway e.V. und Outreach gGmbH
wurden Ideen, Entwürfe und Meinungen von jungen Menschen gesammelt, die nun in die Gestaltung des Schildes einfließen.
Das Jugendorteschild soll zunächst an zwei Jugendorten in Pankow angebracht werden und sichtbar machen, dass diese Orte besonders für junge Menschen wichtig sind und von ihnen genutzt und mitgestaltet werden.