Unser Schlowe-Bericht 2026
Pfingsten ist seit Kinderring-Geburt großes Familienwochenende. Erst hatten wir in den 90er Jahren Riesen-Fahrten in ehemalige Pionierlager in Biesenthal und anderswo, dann fuhren wir in kleinerem Maße in unser Ferienlager nach Schlowe.
Nachdem wir Schlowe an unser Kinderring-Mitglied Jens und seinen Verein JKBBS verkauft haben, fahren wir weiterhin gerne dorthin. Immerhin waren wir wieder 34 Besuchende.
Wir sehen die Verbesserungen und genießen, dass eines der vielen Ferienlager der Region weiterbesteht und erhalten geblieben ist. Parallel zu uns genossen 120 Pfadfinder aus Berlin und anderswo den Zeltplatz.
Wer erinnert sich noch an die alte Scheune, in der wir immer Tischtennis gespielt haben, der Rest waren damals geheimnisvolle Lagerräume mit verborgenen Schätzen. Das ist heute völlig saniert, ist das Cafe Wahrheit und ein wunderschöner Veranstaltungsraum, in dem wir Sonntag-Abend Kino hatten. Mindestens der Kinderfilm „Trommelbauch“ wird seinen Weg ins Ferienlager finden. Astrids Stamm-Bungalow ist heute zum Springbrunnen mit gelben Plastikenten umgestaltet. Samstagabend gab es Lagerfeuer und Singen mit Petra und später auch Jens. Highlight war wieder Jens Lied „Alarm, Alarm“. Filzen und anderes in der Werkstatt wurde sehr gut genutzt. Racer und Fahrräder waren in Dauernutzung. Andere Angebote wurden wegen des schönen Wetters, wegen Baden und wegen der Kanutouren weniger genutzt. Die Tobeburg wurde einen Vormittag genutzt, dann lag sie rum. Aber das war auch gut so.
Gleichzeitig war in Mecklenburg-Vorpommern „Kunst offen“! Überall in der Region hingen gelbe Regenschirme als Zeichen dafür; auch in Schlowe selber. Edith und Esther betätigten sich als Verkäuferinnen im Konsum; dort wurden in Schlowe von Sabine produzierte Kunstwerke und Kleidungsstücke verkauft.
Schöne Veranstaltung! Kommt mal mit! Kommt mal wieder mit!!!
Burkhard
Ergänzungen von Ina:
Die Kinder waren richtige Wasserratten und wollten andauernd baden. Es war ja auch wirklich sehr heiß. Das Wasser hatte anfangs 17,7 Grad und wurde noch drei Grad wärmer. Alternativ war auch Kanufahren sehr gefragt. Wir retteten ins Wasser gefallene Käfer und Schmetterlingsraupen und brachten sie an Land, beobachteten Libellen beim Schlüpfen und anschließendem Trocknen und Aushärten der Flügel. Überall im Schilf und an den Ufer-Seggen sah man sie über den Larvenhäuten sitzen aus denen sie schlüpften. Die See- oder Teichrosen bildeten bereits die ersten Knospen. Es gibt auch einen Waldlehrpfad. Den haben aber nur einige Erwachsene erwandert und dabei eine Blindschleiche und zwei Grasfrösche gesehen. Auch wurden „Baumperlen“ von Rotbuchen gesammelt, die dann entrindet, getrocknet und poliert als Perlen benutzt werden können. Einiges aus der Natur haben wir auch gekostet. So haben wir Pfefferminze, Wasserminze, ganz junge hellgrüne Fichtentriebe -sie schmecken säuerlich und haben viel Vitamin C-, Knoblauchrauke -hat Knoblaucharoma- und Gundermann -würzig-herb- genascht.
Am Lagerfeuer wurde nicht nur gesungen, sondern natürlich auch Marshmallows und Stockbrot bereitet. An den anderen Abenden wurde ganz viel gespielt.
Fotos: © Kinderring Berlin e.V.